Die 8 größten Yoga Irrtümer

8 Yoga Irrtümer: eine Frau macht Kopfstand auf ihrer Yogamatte im Freien. Die Beine sind dabei verschränkt.

„Ich bin nicht gelenkig genug für Yoga.” – „Das ist mir zu öde.” – „Viel zu teuer!” Ja, es gibt zahlreiche Irrtümer und Vorurteile, wenn es um Yoga geht. Meist entstehen sie durch pure Unwissenheit und werden von Leuten verbreitet, die selbst noch nie in ihrem Leben Yoga praktiziert haben. Wir klären 8 häufige Yoga Irrtümer auf.

  1. Yoga ist nichts für Männer. Im Gegenteil. Über Jahrhunderte war Yoga ausschließlich Männern vorbehalten. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich Yoga langsam zu einer weiblichen Domäne. Denn die fließenden, spirituellen Übungen passten einfach nicht mehr zu den muskelbepackten Fitness-Vorbildern der 80er Jahre. Dennoch: Yoga hat für Männer genauso viele Vorteile wie für Frauen – und immer mehr “echte Kerle” entdecken das inzwischen für sich.
  1. Yoga ist nur ein Modetrend. Ja, anfangs war es das vielleicht. Inzwischen hält sich Yoga hartnäckig und wird von Menschen aus allen gesellschaftlichen Milieus praktiziert – Tendenz steigend. Mit dem wachsenden Tempo der Arbeitswelt und der ständigen Erreichbarkeit steigt auch unser Bedürfnis nach Ausgleich, Ruhe und einem wieder stärker werdenden Fokus auf das Wohlbefinden. Yoga hat nachweislich positive Auswirkungen auf unsere Psyche und die körperliche Fitness.
  1. Yoga ist langweilig. Das ist wiederum Ansichtssache. Was für den Einen langweilig ist, ist für den anderen vielleicht mega entspannend. Oder sehr fordernd. Oder höchst spirituell. Manch einer empfindet bei einer intensiven Yoga-Pose vielleicht rein gar nichts, während andere Menschen es als wohltuend oder vielleicht als schmerzhaft empfinden. Unser Rat: lasst die Vorurteile daheim und versucht euch dieser neuen Erfahrung zu öffnen. Wer weiß, vielleicht gefällt es euch ja?
  1. “Ich bin nicht gelenkig genug für Yoga.” Aha. Und zu müde zum Schlafen? Im Ernst, man muss nicht gelenkig sein, um Yoga zu machen. Man geht in den Posen genau so weit, wie man es kann. Ziel ist nicht, das Bein innerhalb kürzester Zeit hinter den Kopf zu biegen, sondern Ziel ist das Wohlbefinden. Yoga kann Verspannungen und Blockaden lösen und – wenn man längere Zeit praktiziert – den Körper auch beweglicher machen.
8 häufige Yoga Irrtümer: eine Frau legt ihre Handflächen hinter dem Rücken aneinander und praktiziert die Reverse Prayer Pose
Die Reverse Prayer Pose heißt auch Pashchima Namaskarasana.
  1. Yoga ist kein Sport. Dafür ist es nicht anstrengend genug. Wer das behauptet, hat vermutlich noch nie Hot-Power-Flow-Vinyasa gemacht. Selbst die fittesten Pros kommen schweißgebadet aus den Kursen. Denn der Weg zur Entspannung kann sogar sehr anstrengend sein. Aber Tatsache ist: Yoga ist nicht nur Sport, sondern viel mehr als das. Yoga verändert den Geist, die Gedanken und die Persönlichkeit. Den Knackarsch, die straffen Beine und das Lächeln gibt´s gratis dazu.
  1. Yoga ist keine Religion. Die Ursprünge des Yoga liegen im Hinduismus. Yoga an sich ist aber keine Religion, auch wenn die eintönig gesungenen Mantras zum Teil diesen Eindruck erwecken. Als Entspannungs- und Gesundheitstechnik spielt Yoga im Hinduismus eine sehr wichtige Rolle und kann wohl als “praktischer Weg” zur Erleuchtung – dem Zentrum des Hinduismus – gesehen werden.
  1. Yoga ist zu teuer. Diese Aussage stimmt wohl zum Teil. Wenn man mehrmals wöchentlich in das stylische Hipster-Studio in der Innenstadt gehen will, muss man eben den Preis dafür zahlen. Unser Tipp: Augen aufhalten und recherchieren. In den sozialen Medien bieten viele Studios immer wieder Rabatte oder Yoga gegen Arbeit. Yellow Yoga aus Berlin staffelt die Beiträge nach Einkommen. In vielen Städten gibt es oftmals sogenannte community classes in Parks, die gratis oder günstig sind und wem das noch immer zu viel “rausgeschmissenes” Geld ist, der kann Yoga genauso gut daheim praktizieren. Auf YouTube teilen eine Menge Yogis ihr Wissen und bieten Übungen zum Mitmachen an. Empfehlenswert sind Mady Morrison und Yoga mit Adriene (englisch). Zu teuer ist also keine gültige Ausrede.
  1. “Yoga ist mir zu esoterisch” – zum Abschluss noch ein ganz typisches und weit verbreitetes Klischee. Auch hier gilt wieder: Yoga kann esoterisch sein, muss es aber nicht. Wem Räucherstäbchen und Omm-Matras zu viel des Guten sind, der kann ja einfach Yoga-Kurse besuchen, deren Fokus auf dem Fitness-Aspekt liegt. Diese werden beispielsweise häufig in Fitnessstudios angeboten. Ashrams und Yoga-Retreats sollte der Anti-Esoteriker allerdings eher meiden.

Nun kennt ihr 8 häufige Yoga Irrtümer und könnt alle Unwissenden und Möchtegern-Yogis eines Besseren belehren. Wusstest ihr übrigens, dass man als Yogi eigentlich nur einen männlichen Yoga-Praktizierenden bezeichnet? Die weiblich Form ist Yogini, wird aber sehr selten verwendet.

Wenn wir jetzt euer Interesse und die Begeisterung für Yoga geweckt haben, werft doch mal einen Blick in unsere Erlebniskategorie Yoga. Vielleicht ist ein spannender Kurs oder gar ein Retreat für euch dabei.

Haben wir ein Vorurteil vergessen? Schreibt gern einen Kommentar.

Fotos: Danke an Thao Le Hoang (Titelbild) und Jade Stephens.

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